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DIN 7504 vs. ISO 15480–15483: Was ändert sich für Hersteller von Bohrschrauben?

DIN 7504 wurde zurückgezogen und durch ISO 10666 und ISO 15480–15483 ersetzt — eine Neuordnung, keine Umbenennung. Was Hersteller von Bohrschrauben prüfen sollten, bevor sie Schraube, Zeichnung oder Bohrspitzenmatrize ändern.

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DIN 7504 vs. ISO 15480–15483: Bohrschrauben mit verschiedenen Kopfformen neben Bohrspitzenmatrizen aus Messing und Stahl

Kurze Antwort

DIN 7504 und ISO 15480–15483 sind eng miteinander verwandt, doch der Wechsel sollte nicht als bloße Umbenennung derselben Norm verstanden werden.

DIN 7504:1995 regelte Maße, Anforderungen und Prüfungen für Bohrschrauben mit Blechschraubengewinde. Sie wurde später zurückgezogen und durch mehrere Normen ersetzt, darunter ISO 10666 für die mechanischen und funktionellen Eigenschaften und ISO 15480–15483 für die verschiedenen Kopfformen.

Für Hersteller von Bohrschrauben heißt das: Wird der Normverweis auf einer Zeichnung von DIN 7504 auf eine ISO-Nummer umgestellt, müssen sich Schraube, Bohrspitze oder Produktionswerkzeug nicht automatisch ändern.

Es heißt aber auch nicht, dass man davon ausgehen kann, dass alles gleich bleibt.

Bevor die Produktion geändert wird, sollten Hersteller Folgendes konkret bestätigen:

  • Schraubentyp und Kopfform;
  • Gewindegröße und Produktmaße;
  • freigegebene Zeichnung und Toleranzen;
  • mechanische Anforderungen und Bohranforderungen;
  • Bohrspitzengeometrie;
  • Einsatzbedingungen;
  • vorhandenes Werkzeug und die damit gefertigte Schraube.

Die praktische Regel ist einfach:

Die Normnummer allein reicht nicht aus.

Der Normverweis ist nur ein Teil der Informationen, die nötig sind, um die fertige Schraube und die passende Bohrspitzenmatrize festzulegen.

1. Was ist mit DIN 7504 tatsächlich passiert?

DIN 7504:1995 galt für Bohrschrauben mit Blechschraubengewinde, einschließlich Maßen, Anforderungen und Prüfungen.

Die Norm wurde später zurückgezogen.

Laut DIN Media wurde DIN 7504:1995 ersetzt durch:

Norm Hauptinhalt
ISO 10666 Mechanische und funktionelle Eigenschaften von Bohrschrauben
ISO 15480 Bohrschrauben mit Sechskant-Flanschkopf
ISO 15481 Linsenkopf-Bohrschrauben mit Kreuzschlitz
ISO 15482 Senkkopf-Bohrschrauben mit Kreuzschlitz
ISO 15483 Linsensenkkopf-Bohrschrauben mit Kreuzschlitz

Der Wechsel lässt sich daher besser als Neuordnung des Normensystems verstehen und nicht so, als hätte DIN 7504 einfach eine neue ISO-Nummer erhalten.

Die Produktausführungen sind auf verschiedene ISO-Produktnormen verteilt, während die mechanischen und funktionellen Eigenschaften separat in ISO 10666 geregelt sind.

Diese Unterscheidung ist in der Produktion wichtig.

Erhält ein Hersteller eine alte Zeichnung, auf der nur „DIN 7504“ steht, sollte der erste Schritt sein, die tatsächliche Schraubenausführung und die Zeichnungsanforderungen zu klären — und nicht einfach die DIN-Nummer durch eine ISO-Nummer zu ersetzen.

Wie DIN 7504 mit ISO 10666 und den Produktnormen ISO 15480–15483 zusammenhängt: Das Normensystem wurde neu geordnet, nicht nur umbenannt

2. Bedeutet DIN 7504 dasselbe wie die ISO-Normen?

Nicht ganz.

Das heißt jedoch nicht, dass jedes bestehende DIN 7504 Produkt neu konstruiert werden muss.

Für Hersteller kommt es darauf an, zwei gegensätzliche Annahmen zu vermeiden.

Annahme 1: „Die Normnummer hat sich geändert, also muss das gesamte Werkzeug ersetzt werden.“

Nicht unbedingt.

Annahme 2: „DIN und ISO sind im Grunde gleich, also muss nichts geprüft werden.“

Ebenfalls nicht unbedingt.

Der richtige Weg ist, die tatsächliche Produktionsanforderung zu vergleichen.

Ein Hersteller sollte die freigegebene Zeichnung des Kunden, die aktuellen Maße, Toleranzen und Leistungsanforderungen prüfen, bevor er entscheidet, ob sich in der Produktion etwas ändern muss.

Das ist besonders wichtig bei älteren Produkten, die seit vielen Jahren gefertigt und freigegeben sind.

3. Welche ISO-Norm gilt für die Schraube?

Der erste Schritt ist, die Kopfform der Schraube zu bestimmen.

Schraubentyp Zutreffende ISO-Norm
Bohrschraube mit Sechskant-Flanschkopf ISO 15480
Linsenkopf-Bohrschraube mit Kreuzschlitz ISO 15481
Senkkopf-Bohrschraube mit Kreuzschlitz ISO 15482
Linsensenkkopf-Bohrschraube mit Kreuzschlitz ISO 15483

Das ist wichtig, weil DIN 7504 nicht so behandelt werden sollte, als wäre daraus einfach ISO 15480 geworden.

Unterschiedliche Schraubenausführungen gehören heute zu unterschiedlichen ISO-Produktnormen.

Bei der Prüfung aktueller Spezifikationen lohnt sich noch ein weiteres Detail.

ISO 15480 liegt derzeit als ISO 15480:2019 vor, während ISO 15481, ISO 15482 und ISO 15483 weiterhin die Ausgaben von 1999 sind und bei ihren Überprüfungen 2024 als gültig bestätigt wurden.

Für Hersteller ist das ein weiterer Grund, die genaue Normausgabe und die Kundenzeichnung zu prüfen, statt sich nur auf eine vertraute Normnummer zu verlassen.

4. Was sollten Hersteller erneut prüfen?

Ein Wechsel von DIN auf ISO sollte eine Spezifikationsprüfung auslösen — keine automatische Werkzeugänderung.

Schraubentyp

Tatsächliche Kopfform und zutreffende Produktnorm bestätigen.

Gewindegröße

Die genaue Gewindebezeichnung prüfen, die die aktuelle Zeichnung verlangt.

Nicht davon ausgehen, dass sich eine ältere DIN-Bezeichnung immer ohne Prüfung direkt in eine aktuelle ISO-Spezifikation übertragen lässt.

Produktmaße

Die relevanten Schraubenmaße und Toleranzen mit der freigegebenen Zeichnung des Kunden vergleichen.

Der Normverweis ersetzt nicht die Zeichnung.

Zeichnungsstand

Das ist besonders wichtig, wenn der Kunde dasselbe Produkt seit Jahren verwendet.

Der aktuelle ISO-Verweis kann von dem Verweis auf der zuvor freigegebenen Zeichnung abweichen.

Vor einer Produktionsänderung klären, welche Anforderung der Kunde tatsächlich freigibt.

Mechanische und funktionelle Anforderungen

Die Produktnorm ist nur ein Teil der Anforderung.

ISO 10666 regelt die mechanischen und funktionellen Eigenschaften von Bohrschrauben mit Blechschraubengewinde.

Zu den wichtigsten Anforderungen gehören Bereiche wie Oberflächenhärte, Kernhärte, die Fähigkeit, das erforderliche Kernloch zu bohren und das Gegengewinde zu formen, sowie die Torsionsfestigkeit.

Eine Schraube kann maßlich korrekt aussehen und trotzdem die geforderte Bohr- oder mechanische Leistung verfehlen.

5. Was ändert sich nicht automatisch, wenn sich die Normnummer ändert?

Eine geänderte Normnummer ändert nicht automatisch die tatsächliche Anwendung des Kunden.

Zum Beispiel:

Punkt Was weiterhin bestätigt werden muss
Zu bohrender Werkstoff Tatsächliche Anwendung
Materialdicke Erforderlicher Bohrbereich
Erforderliche Bohrleistung Kundenanforderung
Kundenspezifische Bohrspitzengeometrie Zeichnung oder freigegebenes Muster
Schrauben- / Drahtwerkstoff Produktionsspezifikation
Wärmebehandlung Zutreffende Produktanforderung
Oberflächenbeschichtung Kundenspezifikation
Produktionsmaschine Tatsächliche Produktionseinrichtung
Werkstoff der Bohrspitzenmatrize Stückzahl, Schraubenwerkstoff und Werkzeugstrategie
Vorhandene Bohrspitzenmatrize Geometrie der fertigen Schraube und Prüfergebnis

Deshalb sollte die Normnummer nie die einzige Grundlage für eine Werkzeugentscheidung sein.

Die eigentliche Frage lautet:

Fertigt die vorhandene Produktionseinrichtung noch die Schraube, die die aktuelle Zeichnung und Anwendung verlangen?

6. Was bedeutet der Wechsel von DIN auf ISO für die Bohrspitzenmatrize?

Aus Werkzeugsicht ist das der wichtigste Teil.

Eine Bohrspitzenmatrize formt die Bohrspitzengeometrie der Schraube.

ISO 15480–15483 sind jedoch Normen für die fertige Schraube.

Sie sind keine Spezifikationen für Bohrspitzenmatrizen.

Daher gilt:

Zu wissen, dass eine Schraube „ISO 15480“ ist, definiert die Bohrspitzenmatrize nicht vollständig.

Der Normverweis hilft, die allgemeine Schraubenfamilie und Produktausführung zu bestimmen.

Ein Hersteller von Bohrspitzenmatrizen muss aber weiterhin verstehen, welche Bohrspitze tatsächlich gefertigt werden soll.

Dafür sind in der Regel zusätzliche Informationen nötig, zum Beispiel:

  • Schraubendurchmesser
  • Bohrspitzengeometrie
  • Geforderte Bohrleistung
  • Zeichnung
  • Freigegebenes Muster
  • Produktionsanforderung

Das ist der entscheidende Unterschied:

  • Normverweis = nützliche Information
  • Normverweis ≠ vollständige Spezifikation der Bohrspitzenmatrize

Zwei Kunden können eine Schraube mit demselben Normverweis beschreiben und trotzdem unterschiedliche freigegebene Zeichnungen, Bohranwendungen oder Bohrspitzenanforderungen haben — aus demselben Grund, aus dem zwei Schrauben mit gleichem Durchmesser 5,5 mm unterschiedliche Bohrspitzen brauchen können.

Deshalb sollte das Werkzeug anhand der tatsächlichen Produktanforderung bestätigt werden — und nicht allein nach der Normnummer ausgewählt werden.

Die Normnummer allein reicht nicht aus: Eine Bohrspitzenmatrize sollte anhand der tatsächlichen Schraubenanforderung bestätigt werden — Normverweis, Zeichnung oder Muster, Bohranforderung, dann Matrizenbestätigung

7. Welche Informationen sollten vor der Bestätigung einer Bohrspitzenmatrize vorliegen?

Wenn ein Hersteller nur fragt:

„Ich brauche eine Bohrspitzenmatrize für ISO 15480.“

ist das ein nützlicher Ausgangspunkt, reicht für die endgültige Bestätigung der Matrize aber in der Regel nicht aus.

Eine bessere Anfrage enthält die folgenden Informationen.

7.1 Schraubenspezifikation

Nenndurchmesser, Länge, Gewindespezifikation und Kopfform der Schraube angeben.

7.2 Normverweis

Zum Beispiel: DIN 7504, ISO 15480, ISO 15481, ISO 15482 oder ISO 15483.

7.3 Zeichnung

Eine Zeichnung ist besonders hilfreich, wenn das Produkt auf Folgendem basiert:

  • einer älteren DIN-Spezifikation;
  • einer kundenspezifischen Konstruktion;
  • geänderten Maßen oder Toleranzen;
  • einem bereits freigegebenen Produkt.

7.4 Schraubenmuster

Soll eine vorhandene Bohrspitze nachgebildet werden, können ein freigegebenes physisches Muster oder klare Fotos des Musters helfen, die Geometrie zu bestätigen.

7.5 Bohranforderung

Auch die Anwendung spielt eine Rolle. Zum Beispiel:

  • Welchen Werkstoff soll die Schraube bohren?
  • Wie dick ist das Material?
  • Welche Bohrleistung wird verlangt?

7.6 Produktionsinformationen

Relevante Produktionsinformationen, einschließlich Schraubenwerkstoff und Umformbedingungen, können helfen zu beurteilen, ob die gewählte Matrizenspezifikation und der Matrizenwerkstoff für eine stabile Produktion geeignet sind.

Das Prinzip ist einfach:

Je vollständiger die Eingangsinformationen, desto weniger hängt die Matrizenauswahl von Annahmen ab.

Wenn Ihr Produkt von DIN 7504 auf ISO 15480–15483 umgestellt wird, entscheiden Sie nicht allein anhand der Normnummer, ob die Matrize ersetzt werden muss. Senden Sie uns Zeichnung, Muster und Schraubenspezifikation — wir können zuerst die tatsächliche Bohrspitzenanforderung prüfen, bevor die Bohrspitzenmatrize bestätigt wird.

Arbeiten Sie mit diesen Spezifikationen?

Senden Sie Schraubengröße, Zeichnung oder Bohranforderung. Unser Ingenieur kann Ihnen helfen, die passende Bohrspitzenmatrize zu prüfen.

8. Ein praktischer Prüfablauf für Hersteller

Eine praktische Prüfung kann dieser Reihenfolge folgen:

  1. Kundenspezifikation erhalten
  2. Verweis auf DIN 7504 oder ISO?
  3. Tatsächliche Kopfform der Schraube bestimmen
  4. ISO 15480 / 15481 / 15482 / 15483 bestätigen
  5. Gewindegröße, Maße und Zeichnungsstand prüfen
  6. Mechanische Anforderungen und Bohranforderungen bestätigen
  7. Tatsächliche Bohrspitzengeometrie und Anwendung bestätigen
  8. Prüfen, ob die vorhandene Bohrspitzenmatrize noch geeignet ist
  9. Muster fertigen
  10. Maßprüfung + Bohrtest
  11. Für die Serienproduktion freigeben

Diese Reihenfolge trennt eine Dokumentationsänderung von einer echten Produktänderung.

So lässt sich ein unnötiger Werkzeugaustausch vermeiden, und zugleich sinkt das Risiko, mit einer alten Matrize weiterzuarbeiten, obwohl sich die tatsächliche Schraubenanforderung geändert hat.

9. Ein einfaches Beispiel

Angenommen, ein Hersteller erhält eine ältere Kundenzeichnung mit der Angabe:

DIN 7504 — ST5,5

Die erste Frage sollte nicht lauten:

„Durch welche ISO-Nummer ersetzen wir DIN 7504?“

Stattdessen prüfen:

  • Welche Kopfform liegt tatsächlich vor?
  • Welcher Zeichnungsstand ist aktuell freigegeben?
  • Verlangt der Kunde aktuelle ISO-Maße oder die zuvor freigegebene Produktgeometrie?
  • Hat sich die Bohrspitzengeometrie geändert?
  • Welche Bohrleistung wird verlangt?
  • Fertigt die vorhandene Bohrspitzenmatrize noch die geforderte Schraube?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, sollte der Hersteller entscheiden, ob das vorhandene Werkzeug weiter verwendet werden kann oder eine andere Bohrspitzenmatrize nötig ist.

Eine Normaktualisierung sollte nicht automatisch einen unnötigen Werkzeugaustausch auslösen.

Gleichzeitig sollte eine alte Matrize nicht automatisch in der Produktion bleiben, wenn sich die tatsächliche Produktanforderung geändert hat.

Fazit

Der Übergang von DIN 7504 zu ISO 10666 und ISO 15480–15483 lässt sich besser als Neuordnung und Aktualisierung des Normensystems verstehen, nicht bloß als Namensänderung.

Für Hersteller von Bohrschrauben gilt als wichtigste Regel:

Ändern Sie weder die Schraube noch die Bohrspitzenmatrize allein aufgrund der Normnummer.

Bestätigen Sie die tatsächliche Schraubenspezifikation, Zeichnung, Bohranforderung und Bohrspitzengeometrie. Entscheiden Sie dann, ob die vorhandene Bohrspitzenmatrize die Anforderung noch erfüllt oder eine andere Matrize eingesetzt werden sollte.

Sie haben eine Zeichnung nach DIN 7504 oder ISO 15480–15483? Senden Sie uns Zeichnung, Muster und Schraubenspezifikation — wir können die tatsächliche Bohrspitzenanforderung prüfen, bevor die Spezifikation der Bohrspitzenmatrize bestätigt wird. Die älteren DIN 7504 Maßtabellen finden Sie im DIN 7504 Leitfaden; wenn der Matrizenwerkstoff die offene Frage ist, lesen Sie Hartmetall vs. HSS Bohrspitzenmatrizen.

Häufig gestellte Fragen

Ist DIN 7504 dasselbe wie ISO 15480?

Nein. DIN 7504 war eine breitere Norm für Bohrschrauben mit Blechschraubengewinde und wurde durch mehrere Normen ersetzt. ISO 15480 gilt speziell für Bohrschrauben mit Sechskant-Flanschkopf, ISO 15481–15483 decken andere Kopfformen ab. Die mechanischen und funktionellen Eigenschaften regelt separat ISO 10666.

Welche ISO-Norm ersetzt DIN 7504?

Es gibt keine einzelne ISO-Nummer, die jede DIN 7504 Ausführung ersetzt. Die zutreffende Produktnorm hängt von der Kopfform ab: ISO 15480 — Sechskant-Flanschkopf; ISO 15481 — Linsenkopf mit Kreuzschlitz; ISO 15482 — Senkkopf mit Kreuzschlitz; ISO 15483 — Linsensenkkopf mit Kreuzschlitz. Mechanische und funktionelle Eigenschaften werden über ISO 10666 geregelt.

Brauche ich beim Wechsel von DIN 7504 auf ISO eine neue Bohrspitzenmatrize?

Nicht automatisch. Wenn die vorhandene Matrize weiterhin die Geometrie erzeugt, die die aktuell freigegebene Zeichnung verlangt, und die fertige Schraube die geforderte Leistung erfüllt, bedeutet ein reiner Wechsel der Normnummer nicht, dass die Matrize ersetzt werden muss. Zuerst sollte die tatsächliche Produktanforderung geprüft werden.

Kann ich eine Bohrspitzenmatrize nur mit der Angabe „ISO 15480“ bestellen?

Das ist ein nützlicher Ausgangspunkt, reicht für die endgültige Werkzeugbestätigung aber in der Regel nicht aus. Schraubendurchmesser, Bohrspitzengeometrie, Zeichnung oder Muster, Bohranforderung und Produktionsbedingungen sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Was, wenn mein Kunde noch eine DIN 7504 Zeichnung verwendet?

Nicht automatisch umstellen. Zuerst Kopfform, Schraubenmaße, freigegebene Zeichnung und tatsächliche Leistungsanforderung klären. Danach diese Anforderungen mit der jeweils gültigen ISO-Norm vergleichen, bevor entschieden wird, ob Produkt oder Werkzeug geändert werden müssen.

Legt ISO fest, ob ich eine HSS- oder eine Hartmetall-Bohrspitzenmatrize verwenden soll?

Nein. ISO 15480–15483 definieren Anforderungen an die fertige Schraube, nicht an den Werkstoff der Produktionsmatrize. Die Wahl zwischen HSS und Hartmetall ist eine Werkzeugentscheidung, die von Faktoren wie Schraubenwerkstoff, Produktionsmenge, Stabilitätsanforderung, erwarteter Standzeit und Produktionsbedingungen abhängt.

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