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Was ist eine Bohrspitzenmatrize? Komplettleitfaden zu Werkzeugen für Bohrschrauben

Erfahren Sie, was Bohrspitzenmatrizen sind, wie sie in der Kaltumformung funktionieren, Materialoptionen (Hartmetall vs. HSS) und wie Sie die richtige Matrizen-Serie (L1–L6) für Ihre Bohrschrauben-Produktionslinie auswählen.

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Was ist eine Bohrspitzenmatrize?

Eine Bohrspitzenmatrize (englisch: drill point die) ist ein Präzisionswerkzeug aus Hartmetall oder Schnellarbeitsstahl, das in der Kaltumformung verwendet wird, um die selbstbohrende Spitze auf Bohrschrauben (auch als selbstschneidende Schrauben, TEK-Schrauben oder DIN 7504 Schrauben bekannt) zu formen.

Während der Produktion klemmen sich ein Paar abgestimmter Matrizen mit hoher Geschwindigkeit gegen den rotierenden Schraubenrohling und formen die Spitze durch Kaltumformung in eine scharfe, mehrfach genutete Bohrgeometrie — ohne Materialabtrag oder Schneiden. Dies unterscheidet die Kaltumformung grundlegend vom spanenden Fräsen oder Drehen.

Wie funktioniert eine Bohrspitzenmatrize?

Der Kaltumformungsprozess läuft in wenigen Millisekunden ab:

  1. Schraubenrohling läuft aus dem Gewindewalzenabschnitt mit bereits geformtem Gewinde und Kopf
  2. Zwei gegenüberliegende Matrizen schließen sich synchron um die Rohling-Spitze
  3. Hochdruck-Pressung verformt das Material plastisch zu einer zweiflankigen Bohrspitze
  4. Matrizen öffnen sich, die fertige Bohrschraube wird ausgeworfen
  5. Zyklusdauer: typischerweise 50–100 Millisekunden pro Schraube (hochmoderne Maschinen)

Die resultierende Bohrspitze ermöglicht es der fertigen Schraube, Stahl, Aluminium und andere Metallsubstrate ohne vorgebohrtes Pilotloch zu durchdringen — was einen separaten Bohrschritt eliminiert und die Montageeffizienz im Bauwesen, in der HLK-Technik, bei Dacheindeckungen und im Leichtstahlbau drastisch steigert.

Warum Matrizenqualität entscheidend ist

Die Matrizenqualität wirkt sich direkt auf Produktionsausbeute und Konsistenz aus:

  • Präzisionsgeometrie → sauberere Bohrspitzen → weniger Ausschuss
  • Spiegelpolierte Nutoberflächen → weniger Reibung beim Kaltumformen → längere Matrizenlebensdauer
  • Gleichbleibende Konzentriksität → reproduzierbare Schraubenqualität → Kunden-Vertrauen
  • Thermisch stabile Hartmetallgüte → weniger Matrizenbrüche bei Hochgeschwindigkeit

Deshalb wählen Schraubenhersteller weltweit spezialisierte Matrizenbauer mit tiefer Kaltumformexpertise gegenüber generischen Werkzeuglieferanten.

Matrizen-Materialien

Hartmetall (WC)

  • Härte HRA 90+ — maximale Verschleißfestigkeit
  • Längste Lebensdauer unter gleichen Bedingungen (typisch 8–12× länger als HSS)
  • Ideal für Großserienproduktion (1+ Mio. Schrauben/Monat)
  • Wolframkarbid-Matrix mit Kobaltbinder (typisch 6–10% Co)
  • Höherer Anschaffungspreis, aber niedrigere Kosten pro Schraube

SKH-Schnellarbeitsstahl (M2 / M9 / M51)

  • Kosteneffizient für kleinere Produktionsläufe
  • Ausgezeichnete Zähigkeit — weniger anfällig für Absplitterung
  • Leichter neu zu schleifen und anzupassen
  • Geeignet für Kleinserien oder Spezialanwendungen

Matrizen-Serien: L1 bis L6

Bohrspitzenmatrizen werden in sechs Serien nach Nutlänge klassifiziert:

Serie Nutlänge Hauptanwendung Schraubengrößen
L1 2.7ℓ Dünnes Blech (≤ 0,9 mm) IFI #4–#8
L2 4.0ℓ Standardblech (0,9–2 mm) IFI #6–#10
L3 7.0ℓ Mittelstarkes Blech (2–4 mm) IFI #8–#12
L4 11.7ℓ Dickeres Blech (4–6 mm) IFI #10–#12
L5 14.7ℓ Starkes Blech (6–10 mm) IFI #12–#14
L6 17.7ℓ Extra-dickes Blech (10–12,5 mm) IFI #12–#14

Die richtige Serie auswählen:

  • Zielblechdicke identifizieren
  • Entsprechende L-Serie wählen (Nutlänge muss die Blechdicke überschreiten, plus gewindefreie Zone von ≥ 2× Blechdicke)
  • Bei der obersten Schraubengrößenklasse einer Serie prüfen, ob die nächsthöhere Serie besser passt

Matrizen-Stile: MA, MB, MC

Innerhalb jeder L-Serie gibt es Geometrie-Stile:

  • Stil MA (Style I): Kompakte Bohrspitze für kleine Schrauben (#4–#8) in leichten Blechen
  • Stil MB (Style II): Allrounder für den mittleren Bereich (#6–#12) — am weitesten verbreitet
  • Stil MC (Style III): Hochleistungs-Geometrie für große Schrauben (#12–#14), nur in L4–L6

DIN 7504 und IFI: Weltweite Referenzen

  • DIN 7504 (deutsche Norm): Vier Kopftypen (K/N/O/P), Größenbezeichnung ST 2.9 bis ST 6.3
  • IFI (US-Norm): Größenbezeichnung #4 bis #14

Beide Standardsysteme werden von modernen Matrizenherstellern unterstützt. ZLD deckt die volle Palette beider Systeme ab.

Ausführliche Informationen: siehe unseren DIN 7504 Leitfaden.

Werkzeug für Ihre Produktionslinie

ZLD Präzisionsmatrizen fertigt Bohrspitzenmatrizen der Serien L1 bis L6 in Hartmetall und SKH-Stahl. Mit 7 Jahren Produktionserfahrung und über 30 chinesischen Schraubenherstellern als Langzeitkunden liefern wir werksdirekt aus Dongguan mit zuverlässigen Lieferzeiten und wettbewerbsfähigen Preisen.

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